Interessante Einblicke

Rikschafahrer feiert skurriles Wiesn-Debüt: „Wenn dann drei Hooligans auf deiner Rückbank sitzen ...“

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Beim Oktoberfest 2019 ist Julius zum ersten Mal als Rikschafahrer unterwegs.

Wie erlebt ein Rikschafahrer das Oktoberfest? Debütant Julius gibt Einblicke - und denkt an seine Odyssee nach Obersendling zurück.

München - „Bislang hat mir noch keiner hinten reingekotzt“, sagt Julius und lacht. Zum ersten Mal ist der 27-Jährige während des Oktoberfests als Rikschafahrer unterwegs. Sein Blick auf die Wiesn hat sich in den vergangenen Tagen verändert.

„Ich habe gedacht, es wäre viel schlimmer. Eigentlich sind alle total friedlich und einfach nur gut drauf, das hat mich enorm positiv überrascht“, erzählt der 27-Jährige. Für die meisten sei es ein großes Vergnügen, auf einer Rikscha durch München kutschiert zu werden.

Odyssee nach dem Oktoberfest: „Nette Überraschung“ für Rikschafahrer

An seinem Stammplatz am Sankt-Pauls-Platz trifft Julius viele „Kollegen“ aus Berlin. „Die sind dort das ganze Jahr auf der Rikscha unterwegs und kommen dann für zwei Wochen nach München“, erklärt der 27-Jährige. So etwas wie Konkurrenz gebe es im Fahrerlager kaum, gemeinsam habe man viel zu lachen. Immerhin haben alle die gleiche Mission: In einer Horde von betrunkenen Trachtlern den Überblick zu behalten.

Ein Fahrgast ist Julius in besonderer Erinnerung geblieben. „Er hat mir eine ‚nette Überraschung‘ versprochen, wenn ich ihn zu seinem Hotel in Obersendling bringe“, denkt der 27-Jährige zurück. Julius, ein Kind des Münchner Südostens, verfuhr sich mehrfach. 

Während der 45-minütigen Odysee blieb ausreichend Zeit, über die sonderbare Ansage des Fahrgastes nachzudenken. Am Hotel angekommen entpuppte sich die „nette Überraschung“ als dicker Geldschein. So gesehen hatte der Mann nicht gelogen.

Oktoberfest 2019: Rikschafahrer ächzt - „Nüchtern ist es anstrengend genug“

Auf seiner Rikscha kassiert Julius ohnehin gutes Geld. Leicht verdient ist es allerdings nicht. „Man hat eine Elektrounterstützung. Aber wenn dann drei dicke Kölner Hooligans auf deiner Rückbank sitzen, merkst du davon nicht mehr viel“, sagt der gelernte Bauingenieur schmunzelnd. Ein kühles Bier zwischendurch könnte Abhilfe verschaffen. An so etwas möchte Julius gar nicht denken: „Nüchtern ist es schon anstrengend genug.“

Trotz all der Strapazen will er zum nächsten Oktoberfest wieder auf seiner Rikscha sitzen. Den Endspurt am Wochenende will er jetzt aber im Zelt genießen.

Das Oktoberfest 2019 ist um eine kuriose Geschichte reicher: Ein Video von einem Besucher, der durch die Masskrug-Waschanlage gleitet, macht derzeit die Runde. Und auch ein „Wiesn-Fetischist“ war in den vergangenen Tagen auf der Festwiese unterwegs.

Das Oktoberfest 2019 findet übrigens nicht nur auf der Theresienwiese statt, sondern auch beim Oktoberfest-Camping. Auf einer Fläche halb so groß wie die Wiesn entsteht in Riem eine Zelt- und Wohnwagenstadt.

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